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Modellieren
für Fortgeschrittene von Ebob
Aus dem Englischen übersetzt
von Glandallin.
Wo beginnt man?
Der erste Schritt, den man
machen sollte, bevor man ein Projekt in Angriff nimmt, sind Nachforschungen.
Ich entschied mich dafür, dass ich mich am Sohn des Gloin
versuchen werde.
Ich durchstöberte meine Lieblingswebseite von Herr der Ringe und
lud alles herunter, was ich finden konnte.
Ich nahm dieses Bild als meine Inspiration für mein Projekt.
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Die Werkzeuge aus dem Handel
Für
dieses Projekt benutze ich nur GW's eigenes Modellierwerkzeug und mein
Lieblingswerkzeug, welches aus dem Modellierset von Ebob Miniatures ist. .
Für feine Details mache ich ausserdem Gebrauch von einer
Skalpellklinge.
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Der Anfang
Um mir die
ganze Figur auch visuell vorstellen zu können, machte ich mir eine Skizze
auf einem Stück Papier und ich sammelte einige kleine Steine von der Straße.
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Die Base
Es ist nur
gut, die Base zuerst zu gestalten, da die Figur ja darauf sitzen soll.
Die Steine, die ich von der Straße habe, sind geordnet an der
Base angebracht und werden mit Milliput (du könntest sie auch mit PVA
draufkleben, oder verwende Grennstuff wenn du willst, es macht keinen
Unterschied) auf ihr befestigt.
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Der Würstchenmann
Wie
immer, begann ich mit meinem Würstchenmann. Dieser besteht aus einfachen Würstchen
aus gerollter Modelliermasse, damit die Figur eine grobe Form bekommt.
Da
die Figur in einer sitzenden Position sein soll, ist ein Drahtskelett, oder eine
Armatur nicht von Nöten.
Dies ist eine Komplexe und Detailreiche Figur, daher arbeitete ich
zuerst an dem Oberkörper und den Füßen, bevor ich mich dem Kopf
und den Armen widmete, aus diesem Grund ließ ich sie zuerst einfach weg.
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Die Füße zuerst
Ich
ließ den Würstchenmann trocknen, bevor ich mich wieder ans
Modellieren machte, da es wichtig ist, dass man eine solide Grundbasis hat, auf
der die einzelnen Schichten gestaltet werden.
Wenn man eine komplexe
Figur modellieren will, ist es sehr wichtig daran zu denken, dass man einzelne
Schichten auftragen wird.
Man gestaltet also nicht zuerst eine Jacke, die über einem
Kettenhemd ist, welches über die Hose hängt, die in den Stiefeln
steckt.
Also kommen die Stiefel als Erste an die Reihe.
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In einzelnen Schichten
arbeiten
Arbeite mit kleinen Mengen von der Modelliermasse
(schneide dir nie zu viel Modelliermasse herunter, brauche lieber alles auf,
bevor du weitermachst, denn es kann leicht passieren, dass du soviel
Modeliermasse gemischt hast, dass du dich gezwungen siehst, alles aufzubrauchen
- lass dir deshalb immer genug Zeit).
Eine dünne Schicht der Masse ist um jedes der Beine (und natürlich
auch um jeden Fuß) gewickelt und die Arbeit beginnt an den Stiefeln und
den weiten Hosen.
Verwende das Werkzeug, um die Modelliermasse in die richtige Form zu
bringen.
Lass dein dein Werkzeug und deine Fingerspitzen immer feucht
sein (du kannst ja zum Beispiel deine Zunge dafür verwenden), da du ja
nicht die Figur zerstören willst.
Jetzt, da ich mit der Hose und den Stiefeln zufrieden bin, kommt noch
eine dünne Schicht auf die Oberschenkel, um die Jacke und das Kettenhemd zu
modellieren.
Es ist ausserdem nicht von Nöten, noch eine Detailschicht für
die Jacke hinzuzufügen, das würde das Modell zu aufgebläht
aussehen lassen.
Drücke einfach die Spitze des Werkzeugs auf das
Ende der Jacke, um den Saum des Kettenhemdes und einen guten Übergang von
dem Einem auf das Andere darzustellen.
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Weiter nach oben
Hier kann man sehen, dass ich die Spitze des Werkzeuges verwendet
habe, um Löcher in das Hemd zu drücken, damit es das Kettenhemd
darstellt.
Später verwendete ich dieselbe Technik auch bei den Armen.
Die
erste Schicht ist auf den Oberkörper aufgelegt worden, wie man sieht und
das Werkzeug ist um die Taille gedrückt worden, um den Gürtel
darzustellen.
Ich habe den linken Arm vielleicht ein bisschen zu früh
aufgelegt, aber es ist ja noch viel Arbeit zu tun, also geht es in Ordnung.
Nun habe ich einen Fausthandschuh an den Arm angefügt. Um die
einzelnen Finger darzustellen, habe ich die Klinge von meinem Skalpell benützt,
indem ich sie in die passenden Stellen gedrückt habe.
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Der Kopf
Der
Kopf und das Gesicht sind besonders komplexe und detailreiche Stellen, bei denen
ich euch keine Tipps geben kann.
Das einzige, dass ich euch sagen kann,
ist üben, üben, üben.
Ich arbeite immer unabhängig
von der Figur an dem Gesicht (am besten, wenn die Figur zum trocknen in Ruhe
gelassen wird). Ein kleines Stück der Modelliermasse wird auf das Ende
eines anderen Modellierwerkzeuges gesteckt (oder ein Stück Papier wäre
auch möglich).
Das Prinzip bleibt jedoch auch beim Gesicht immer das Gleiche - drücke
mit deinem Werkzeug die Deteils in das Gesicht.
Ich stecke nicht einfach die Nase auf das Gesicht, oder gib kleine
Klumpen für die Augen auf das Gesicht - ich presse und schiebe alles herum,
damit zum Beispiel eine Nase entsteht.
Den Bart hab ich durch eine sehr, sehr dünne Wurst dargestellt,
die ich aufgelegt habe, die dann bearbeitet wurde.
Um die einzelnen Strähnen darzustellen, hab ich wieder einmal mit
dem Skalpell gedrückt.
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Letzte Schritte
Während
den letzten Arbeitsschritten nimmt die Figur sehr schnell seine endgültige
Form an, da die Gürtel und eventuelle andere Ausrüstungsgegenstände
- wie die Handschuhe - hinzukommen.
Sobald es endlich fertig getrocknet ist, wird das Gesicht dem Körper
hinzugefügt und die Lücke im Hinterkopf gestaltet.
Der letzte Schliff sind die Waffen. Eigentlich sind sie aus einer 1mm
dicken Plastikscheibe ausgeschnitten worden, ich hab sie aber grün
angemalt, um das gleichmäßige Aussehen hervorzurufen.Die Waffen
werden jedoch separat modelliert, deswegen sollten sie leicht an die figur
gestiftet werden.
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Die fertige
Figur
  
Ich
entschuldige mich für die mangelnden Fotos der letzten Stufen, aber ich
habe die Figur während des Wochenendes fertiggestellt und normalerweise
mache ich die Fotos an meinem Arbeitsplatz mit einer sehr guten Digitalkamera.
Macht euch keine Gedanken, wie komplex die Details auch aussehen mögen,
sie sind alle in kleinen Schritten hinzugekommen, die alle ihre Zeit brauchten.
Man kann nicht einfach ein Stück Modelliermasse herunterschneiden
und das gesamte Modell in einem Durchgang ohne Pause herstellen.
Es wird alles ganz langsam gemacht, Stück für Stück,
jedem Schritt muss es erlaubt sein zu trocknen, um der Figur ein gutes Aussehen
zu geben.
Gebt auch nie zu viel der Modelliermasse auf das Modell,
denn wenn ihr alles ganz schön machen wollt, dann braucht es Zeit, damit es
später umso besser aussieht.
Diese Figur habe ich im Grunde an einem Tag fertiggestellt, die meiste
Arbeit habe ich am Nachmittag gemacht und die letzten Details am nächsten
Tag.
Viel Glück und vor allem wünsche ich euch viel Spaß
beim selber modellieren!
Euer Ebob
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